Freiburger Wanderkessel
Der von Bild angekündigte „Chaoten-Krieg“ fand nicht statt. Auch die Panikmache der Polizei („Klein-Belfast“) hat sich als Übertreibung herausgestellt.
Die ca. 2000 DemonstrantInnen zogen friedlich mit Clowns und Samba, beobachtet von zahllosen PassantInnen vom Bertholdsbrunnen über den Friedrichsring, den Bahnhof bis ins Grün – geschlossen „begleitet“ von einem massiven Polizeiaufgebot aus BaWü und Hessen und von Anfang an unter ständiger Videoüberwachung. Ab dem Siegesdenkmal wurde die Route mehrfach mit einem Ansprechpartner aus der Demo verhandelt, nachdem sich die Polizei im Vorfeld im Umgang mit der links-alternativen Szene nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte.
Kurz vorm Bahnhof – der von geschätzt 500 PolizistInnen bewacht wurde – kam es wohl zu Rangeleien, weshalb der Rest der Route behelmt zurückgelegt wurde. Trotz der städtischen regierungspräsidialen Allgemeinverfügung konnte auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter demonstriert werden. Laut Indymedia soll es 5 Ingewahrsamnahmen gegeben haben.
Insgesamt kann man sagen, dass sich Polizei und DemonstrantInnen kooperativ verhalten haben. Die Aufgeregtheit im Vorfeld, das unnötige Filmen und die Begleitung im Wanderkessel werfen jedoch mal wieder ein bezeichnendes Bild auf die Haltung der Polizei zum Grundrecht auf Versammlungsfreiheit.
Am 31. März 2009 um 14:32 Uhr
Die Allgemeinverfügung stammt nicht von der Stadt sondern vom RP Karlsruhe das für die Zeit des Natogipfels die zuständige Versammlungsbehörde ist. Ich bitte das zu beachten, wie auch die Anfrage der Fraktion Junges Freiburg / die Grünen zu diesem Thema!
Am 31. März 2009 um 15:44 Uhr
Dann hatte ich das falsch in Erinnerung. Wird korrigiert.
Am 22. April 2009 um 17:01 Uhr
Man lese diesen Artikel:
Freiburger Staatsschutz und das Amtsgericht:
Intelligenz ist in einem Irrenhaus eher zu finden…
zu finden unter: http://www.pseudolus.de/index.php/676/freiburg-amtsgericht-linke-staatsschutz
[editiert: Link in direkten Link zum Artikel umgewandelt – thd]