Mannheim: „Abwrackprämie“ für Fahrräder

Wie die taz heute berichtet hat die Stadt Mannheim eine „kommunale Abwrackprämie“ für Fahrräder eingeführt und damit dem Mannheimer Bürgermeister zufolge großen Erfolg.

Wobei das Wort „Abwrackprämie“ wohl eher dem Werbegag geschuldet ist als der (deutlich sinnvolleren) tatsächlichen Regelung: Die alten Räder werden nämlich nicht verschrottet, sondern vom städtischen „Arbeitsförderungsbetrieb“ Biotopia restauriert und wieder verkauft – die Idee ist mithin nicht, alte Räder einfach durch neue zu ersetzen, sondern insgesamt zu einer Zunahme der Fahrräder beizutragen.

Die Spielregeln:

„Wir wollen vor allem den Radfachhandel und nicht Discounter fördern, deshalb muss man neben dem alten, aber im Grundzustand fahrbereiten Fahrrad eine Quittung über den Kauf eines neues City-Bikes aus dem Fachhandel vorlegen. Außerdem muss man Mannheimer sein. Wenn das alles stimmt und man unter den ersten hundert ist, dann bekommt man die 50 Euro.“

So der Mannheimer Bürgermeister in der taz. Gezielt würden City-Bikes gefördert, um den Radverkehr in der Stadt als Alternative zum Autoverkehr zu fördern. Ein Modell für die selbsternannte „Green City“ Freiburg?

5 Kommentare zu “Mannheim: „Abwrackprämie“ für Fahrräder”

  1. Dr. Satori

    Es wird 2010 noch ganz andere Abwrackprämien geben. Man sehe sich den Videobeitrag auf meiner Internetpräsenz an.
    Dr. Satori – Pseudolus

  2. Tim

    ich meine mich zu erinnern, dass es in colmar – oder einer anderen größeren stadt im elsass einen zuschuss für einwohner gab/gibt fürs fahrradkaufen. jedenfalls sind mir mal entsprechende hinweisschilder in einem sportartikelladen dort aufgefallen.

  3. Till

    50 x 100 = 5000 Euro Gesamtetat? Klingt eher nach städtischem Image-Gag als nach ernsthafter Umweltpolitik.

  4. thd

    Niemand sagt, dass man das nicht besser machen könnte ;) Allerdings wäre tatsächlich zu fragen, inwieweit eine solche Sache noch „Aufgabe einer Kommune“ ist. Andererseits betreiben Kommunen auch auf andere Weise regelmäßig (und soweit ich das mitbekomme auch völlig „unbestritten“) Standort- und Wirtschaftspolitik – dass davon BürgerInnen auch mal „unmittelbar“ proftitieren, kann ja durchaus sinnvoll sein.

  5. Roland Hagemann

    Gute Idee sowas, aber leider sind 50€ ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein wenn man sich ein vernünftiges Fahrrad kaufen will ;-)

    Wichtiger fände ich in Mannheim eigentlich die Anzahl der Fahrradstellplätze zu erhöhen. Da sieht’s hier in der Stadt und selbst am Bahnhof ziehmlich mau aus. Aber wenn sie selbst in Freiburg den (zugegeben inoffiziellen) Platz für die Räder (Bertholtsbrunnen) freimachen, besteht für andere Städte wohl erst recht keine Hoffnung…

    Gruß
    Roland

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