Grundgesetz nur für wenige

Heute gab es eine Feierstunde anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes. Angekündigt war die geballte Kompetenz des Freiburger Staatsrechts: Prof. Voßkuhle (Vizepräsident des BVerfG), Prof. Masing (Verfassungsrichter), Prof. Böckenförde (Verfassungsrichter a. D.), Prof. Siegfried Broß (Verfassungsrichter), Prof. Rainer Wahl (Verfassungjurist). Wie es gewesen ist? Keine Ahnung! Schon s.t. wurde niemand mehr eingelassen, der keine Einladung hatte. Das es Einladungen überhaupt gab oder der Platz begrenzt sei, konnte man aus der Bekanntmachung der Uni jedenfalls nicht entnehmen. An Studierenden kamen nach meinem Eindruck nur Lehrstuhl-Hiwis und wenige Glückliche hinein. Die, die am Meisten von dieser Veranstaltung hätten mitnehmen können, blieben massenweise draußen und konnten die Diskussion mit zwei PolizistInnen weiterführen: GG angewandt, statt nur theoretisch. Der Uni ist natürlich nichts vorzuwerfen. Es hätte ja nie im Leben jemand ahnen können, dass sich soviele für diese Veranstaltung interessieren.

Wer dies noch liest, sollte gegen 20.00 Uhr vor die Aula kommen: Es wurde ein Buffet aufgebaut. Wenn wir keine Bildung bekommen, dann wenigstens was zu Essen!

14 Kommentare zu “Grundgesetz nur für wenige”

  1. thd

    Ist ja auch nicht so, als verfügte die Uni über ein Audimax, in dem ca. doppelt so viele Zuhörer_innen Platz gefunden hätten…aber das war wohl nicht „repräsentativ“ genug.

  2. Freiburg

    Da bleibt doch nur zu sagen: Happy Birthday, Grundgesetz.

  3. filtor

    mir wurde berichtet, die fakultätsleitung habe nicht mit so viel publikum gerechnet…
    mehr kritik an der veranstaltung übrigens von den unabhängigen frauen, siehe interview bei RDL (http://www.rdl.de//index.php?option=com_content&task=view&id=3324&Itemid=145) und pressemitteilung (www.unabhaengige-frauen-freiburg.de).

  4. jw

    Obwohl sich der Lehrstuhl Hefendehl (Strafrecht/Kriminologie) nach eigener Aussage für „wenig mehr als sich selbst“ interessiert, liest er offenbar Grünesfreiburg und erwähnt oben stehenden Artikel von Julian im letzten Lehrstuhlnewsletter: http://www.strafrecht-online.org/pdf.2009_07_10

  5. klk

    eben: audimax! und wenn schon aula: warum durften keine stehplätze am rand besetzt werden – wenigstens ganz hinten im saal: die wären auch so weit vom podium entfernt gewesen, dass sich kein verfassungsrichter oder (einfacher) professor am häßlichen anblick stehender studierender ohne schlips und kragen hätte stören müssen. zum glück gibt es noch vorlesungen mit stehplätzen.
    ein enttäuschter

  6. jk

    @jw: Das ist zu viel der Ehre :-)

    Bin übrigens noch für die letzte halbe Stunde reingekommen, nachdem wohl ein paar Eingeschlafene aufgewacht und gegangen sind. Ernsthaft: Es war ziemlich interessant, aber für Nichtjuristen kaum verständlich.

  7. Candorra

    Kleiner Lesetipp in Sachen „Dieter Salomon“:
    http://www.pseudolus.de

  8. thd

    LiebeR „Candorra“,

    es erschließt sich mir nicht wirklich, was dieser Kommentar auch nur im entferntesten mit dem obigen Artikel zu tun haben soll. Vielmehr wirkt es wie inhaltlich zusammenhanglose Werbung für Deine Website – sowas nennt man dann auch „Spam“. Wir freuen uns über inhaltliche Beiträge zu unseren Artikeln und in diesem Zusammenhang auch über weiterführende Links. Bloße Eigenwerbung in dieser Form werden wir allerdings in Zukunft nicht mehr dulden – und so behandeln, wie unser automatischer Spam-Filter bislang schon Spam-Kommentare behandelt – sie werden gelöscht.

  9. Candorra

    @thd: Das ist nicht meine WebSite – das nur nebenbei bemerkt. Ich wusste nicht, dass Dieter Salomon nichts mehr mit den Grünen zu tun hat. Entschuldigung.

  10. thd

    @Candorra: Mit den Grünen schon – aber kaum mit dem von Dir kommentierten Artikel „Grundgesetz nur für wenige“.

  11. Candorra

    @thd: Der Hinweis von Dir, dass mein Kommentar nicht mit dem Artikel zu tun hätte, hat aber auch nichts mit dem Artikel zu tun…

  12. jk

    @Candorra: Wenn es dir lieber ist, dass wir als Herausgeber einfach löschen, können wir das auch tun. Wir hoffen aber eigentlich auf Einsicht und Verständnis.

  13. Candorra

    @jk:
    Also ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal. Mit meinem Kommentar sind es nun schon insgesamt 7 von 13 Kommentaren, die nichts mit dem Artikel zu tun haben. Hättet ihr meinen Kommentar einfach kommentarlos stehenlassen, stünde 1 Kommentar von 7 Kommentaren da, der nichts mit dem Artikel zu tun hätte. Mittlerweile beträgt die Prozentzahl von Kommentaren, die nichts mit dem Artikel zu tun haben, über 50% – zuvor hätte sie 14% betragen.

    Es liegt nunmehr am Herausgeber, für welche Variante er sich entscheidet. Da sind wir jetzt alle sehr gespannt.

  14. Daniel M.

    @Candorra: Es gehört nun mal zur Netiquette, dass man nur Kommentare macht, die im Zusammenhang mit dem zu kommentierenden Artikel stehen. Dann noch mit kruden Prozentzahlen zu argumentieren, ist schon sehr dreist. In meinem Blog wäre sowas Spam.

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