Ganz kurz: Unterwegs nach Biblis zur AKW-Umzingelung

Nachdem ich mich gestern spontan entschlossen habe, doch noch zur AKW-Umzingelung nach Biblis zu fahren und den dortigen Ermittlungsausschuss (EA) bei seiner Antirepressionsarbeit zu unterstützen, sitze ich nun im EWS-Sonderzug nach Biblis.
Über Twitter werde ich versuchen ein wenig „Live-Berichterstattung“ zu betreiben; außerdem verfolgt die taz alle Anti-AKW-Proteste heute per Live-Ticker.

4 Kommentare zu “Ganz kurz: Unterwegs nach Biblis zur AKW-Umzingelung”

  1. Ninette

    Ja, klasse. Ich war auch dort, habe mich auch erst recht kurzfristig entschlossen, nach Biblis zu fahren. Und es war bei bestem Wetter eine wunderbare Aktion.

    Leider denkt der bisherige Oberbürgermeister der Stadt Freiburg ganz anders über Atomstrom. In der Diskussion der Kandidaten zur OB-Wahl bei TV Südbaden platzte es aus ihm heraus, mit Gewinnen aus Atomstrom möchte er die Finanzen der Stadt aufbessern, um Kinderbetreuungsplätze und anderes zu finanzieren.

    Wie bitte? Ich musste mir das mehrmals anhören, aber es sagt es eigentlich ganz deutlich.

    Hört selbst:

    http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=3865

    ab Minute 17:05

    oder der Stream direkt:
    http://regio-streamer.de/tvsuedbaden/pawellek/20100422_pawellek.wmv

  2. Münsterfan

    Einen mittleren Stromversorger wie Badenova atomstromfrei zu bekommen ist bei den bundesweiten Rahmenbedingungen nicht so einfach und im atomstromdominierten Baden-Württemberg gilt das erst recht. Wenn man das berücksichtigt, dann sieht die Bilanz von Dieter Salomon verglichen mit anderen Städten gut aus. Salomon ist halt Realist: er macht das, was in seiner Macht steht, mit dem Träumen hat er es nicht so.

  3. thd

    @Münsterfan: Auch wenn die Situationen nicht vergleichbar sind, möchte ich dazu eigentlich nur 3 Buchstaben fallen lassen: EWS.

    Manchmal werden „Träume“ eben auch Realität. Dazu müsste man nur irgendwann mal anfangen, so was wie „Visionen“ zu entwickeln und nicht alles, was nicht bereits am nächsten Tag mit einem Gemeinderatsbeschluss (und einer schon feststehenden Mehrheit) umgesetzt werden kann, als „Träumereien“ abzukanzeln. Mit Letzterem hat es Dieter dann aber eben leider sehr (wobei ihm statt „Träumereien“ meist noch weniger schmeichelhafte Begriffe einfallen) – und ein guter Teil „seiner“ Gemeinderatsfraktion tickt ganz genauso.

    M.E. zehren wir in Freiburg von den mutigen Visionen der Vergangenheit, die nicht zuletzt die Grünen entwickelt und Schritt für Schritt umgesetzt haben. Dabei stehenzubleiben ohne neue zu entwickeln (bzw. im Gegenteil sich gar darüber lustig zu machen), das halte ich für einen Fehler.

  4. Münsterfan

    @thd:
    Die Badenova atomstromfrei zu machen, habe ich nicht als Träumerei bezeichnet. Das wird vom OB Schritt für Schritt gemacht. Ich halte es nur für eine unfaire, dem Wahlkampf geschuldete Verdrehung zu sagen, Dieter setze auf Atomstrom. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist nur eine Träumerei, einen so großen Tanker von heute auf morgen atomstromfrei zu machen. Von den vielen Kommunen, denen die Badenova gehört, hat eben nur eine einen grünen (Ober-)Bürgermeister. Wenn wir Ökologie und Atomausstieg nicht nur in den kleinen, netten und heimeligen Nischen wie EWS haben wollen sondern überall, dann müssen wir uns auch um die größeren Unternehmen kümmern und da ist die Badenova vorbildlich.

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